Familienfreund neu überarbeitet

10.02.2025

Hyundai Tuscon FL N-Line 1.6 T-GDI 4WD

Der Hyundai Tucson ist unter den kompakten Hochsitzen eine markante Erscheinung. Nun spendierten die Koreaner ihrem Kompakt-SUV ein Facelift. Von außen erkennt man den aufgefrischten Tuscon an neu gestalteten Stoßfängern, die in den ebenfalls neuen Unterfahrschutz übergehen. Jetzt gibt es auch nur noch vier statt fünf Tagfahrleuchten im markanten Grill, die sind dafür aber größer.

Hyundai nutzte die Modellpflege des SUV auch um es technisch auf den neuesten Stand zu bringen. So stammt der Antriebsstrang des Plug-in-Hybrid nun aus dem Santa Fe: Auch beim Tucson bildet da jetzt der 1.6-Liter-Turbomotor mit einer Leistung von 118 kW (160 PS) die Basis. Der Elektromotor steuert 72 kW (98 PS) bei. Daraus resultiert eine Systemleistung von 185 (252) PS. Diese bewegt den 2.015 Kilogramm schweren Crossover durchaus flott. Beim Anfahren, aber auch zwischen 80 und 130 km/h ist die Unterstützung der E-Maschine deutlich spürbar. Der Motor bietet ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Leistung und Effizienz. Allerdings: ohne regelmäßiges Laden steigt der Verbrauch leicht auf über acht Liter pro 100 Kilometer.

Als Fahrmodi stehen neben Normal auch Eco und Sport zur Wahl, wobei es bei der Dynamik-Einstellung deutlich ambitionierter vorangeht. Rein elektrisch sollen die 13,81 Kilowattstunden der Batterie bis zu 65 WLTP-Kilometer reichen. Wählt man den Hybridmodus, wird die Power der Akkus bevorzugt solange diese noch Energie haben. Bei der Automatik-Einstellung gibt man den "Taktstock" aus der Hand und das System entscheidet welche Antriebskombination am besten geeignet ist. Damit die Akkus möglichst lange unter Strom stehen, stehen drei Rekuperationsstufen zur Verfügung, die über die beiden Schaltwippen hinter dem Lenkrad aktiviert werden.


Deutlich radikaler sind die Veränderungen im Innenraum. Im Prinzip erhält der Tucson mit der Überarbeitung einen komplett neuen Innenraum inklusive neu gestaltetem Armaturenbrett im Stile des Ioniq 5. So packte Hyundai im Zuge des Facelifts d kurzerhand zwei gebogene 12,3 Zoll große Bildschirme in den Tucson. Neben der ansehnlicheren Optik soll der Radius der Monitore auch die Bedienung erleichtern, was auch größtenteils der Fall ist.


Der neue Instrumententräger folgt einem horizontalen Layout und umfasst ein offenes Ablagefach. Die Gangwahl erfolgt jetzt per Wahlhebel hinter dem Lenkrad – dadurch bleibt zwischen den Vordersitzen mehr Platz. Durch den Platzgewinn konnte die Armlehne neugestaltet werden. Leider wird der neue, tief montierte Schalthebel in der Praxis oft vom Lenkrad verdeckt. Löblicherweise begegnen einem in Tucson noch diverse echte Tasten und Schalter samt Lautstärke-Drehknopf.


Neu sind auch eine nun schwebende Mittelkonsole mit Handy-Ladeschale sowie eine verschärfte Fahrerüberwachung, deren aufdringlichste Wächter sich bei Bedarf zwar abschalten lassen, wie bei allen Neuwagen bei jedem Neustart aber wieder aktiv werden. Dafür verfügt der SUV nun auch über ein Head-up-Display und die verwendeten Materialien sowie auch deren Verarbeitung sind durchaus gediegen.


Der Tucson ist im Innenraum und im Ladeabteil großzügig geschnitten, um als erwachsenes Familienauto durchzugehen, aber gleichzeitig eben noch kompakt genug zu bleiben für den urbanen Alltag. In diesem merkt man aber auch, dass er ein ganz schöner Brocken geblieben ist, vor allem die Breite macht ihn nicht wirklich handlich.



Daten: Hyundai Tuscon FL N-Line 1.6 T-GDI 4WD

Motoren: Vierzylinder-Benziner 1.598 ccm, 160 PS (118 kW)

Permanentmagnet-Synchronmotore mit 98 PS (72 kW)

Systemleistung 252 PS (185 kW), max. Systemdrehmoment 367 Nm

Batterie: 13,8 kWh

On-Board-Charger: 7,2 kWh Ladekapazität

CO2: WLTP 27,3 g/km

Kraftübertragung: 6-Gang-Automatikgetriebe, Allradantrieb

Spitze: 186 km/h

Testverbrauch: 6,8 - 7,9 l Benzin ROZ 95/100 km

Kofferraum: 585–1.721 Liter

Sitzplätze: 5

Preis: Testwagen 49.990,- € ab 34.990,- € (2WD) jeweils 0% NOVA